Und, was bedeutet Transition eigentlich?

Eine Transition Town Initiative – es gibt mittlerweile weltweit über 1000 davon – beginnt damit, dass sich eine kleine Zahl motivierter Bürger innerhalb eines Gemeinwesens zusammenschließt, weil sie die gleiche Sorge umtreibt: Die Städte müssen auf die Herausforderungen und Chancen reagieren, die durch das Ölfördermaximum, den Klimawandel und die Wirtschaftskrisen unserer Zeit entstehen.

 

 

Schrumpfung der Wirtschaft, Wachstum regionaler Selbsttätigkeit

 

Eine Transition- (also Wandel-) Initiative arbeitet an der Herausbildung eines Gemeinwesens, dessen Bewohner immer bewusster alle möglichen Anstrengungen unternehmen, um der Wirtschafts-, Ressourcen- und Klimakrise auf lokaler Ebene Paroli zu bieten und Widerstandsfähigkeit gegen die Stressmomente der Krisen zu gewinnen: 

1. drastische Reduzierung der Naturverbräuche, Änderung der Lebensweise

2.  Ausbau des Gemeinwesens und der Gemeingüter

3.  Stärkung der Selbsttätigkeit und der lokalen Autonomie

4. Herstellung überregionaler Netzwerke der Solidarität

 

Kopf, Herz, Hände

Dazu dient ein umfassender und kreativer Prozess mit dem Ziel, das Verständnis für Krisenfestigkeit („Resilienz“) und gemeinschaftliche Selbsttätigkeit zu fördern. Um das zu erreichen, verfolgen die TT-Inis weit gespannte Aktivitäten:

  • Informationen verbreiten über das Ölfördermaximum, den Klimawandel und die Wirtschaftskrise
  • Bewusstsein schaffen für die Notwendigkeit, von der Gemeindeebene ausgehend einen Prozess in Gang zu setzen, um die Reduzierung von Naturverbräuchen und strukturelle Krisenfestigkeit zu erreichen;
  • Vernetzung mit bestehenden Gruppen vor Ort und mit anderen (Transitions-) Initiativen;
  • Bildung von Untergruppen, die sich mit allen wesentlichen Lebensbereichen beschäftigen (Ernährung, Energie, Transport, Gesundheit, Wirtschaft, Bildung)
  • Veröffentlichung eines gemeinschaftlich ausgearbeiteten und zu implementierenden „Energiewende-Aktionsplans“ für die nächsten Jahrzehnte.

Der Prozess verläuft allerdings in jeder 'Town' anders; mehr dazu auf den Transition-Sites, inbes. der Transition Network Seite, auf der unter http://www.transitionnetwork.org/stages viel Anregendes zu finden ist (siehe auch Linktipps unter "Transition Town - ein weltweites Netzwerk").

 

T.K.